Und das sagen die Auszubildenden über ihren Beruf (Auszug aus einem Interview):
Der Beruf Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit besteht erst seit dem Jahre 2005; daher gibt es bislang nur wenige ausbildende Betriebe. In Niedersachsen ist die BBS 14 in Hannover eine der ersten Schulen, die den schulischen Teil der Ausbildung übernehmen. Aus diesem Grund kommen einige Auszubildende aus weit entfernten Regionen wie Harz, Lüneburger Heide oder Hamburg.
Die Auszubildenden berichteten, dass sie entweder über ein vorangegangenes Praktikum oder durch das Internet auf den Beruf aufmerksam wurden.
Auf die Frage, warum sie nicht als Reiseverkehrskaufleute ausgebildet werden möchten, antworteten die Auszubildenden, dass sie den Beruf der Kaufleute für Tourismus und Freizeit als abwechslungsreicher empfänden: Das breite Betätigungsfeld umfasse Aufgaben wie z. B. Informationsmaterialien und Kataloge für eigene Veranstaltungen zu entwerfen, Tagesfahrten zu planen und zu begleiten sowie die Pflege von Kundenkontakten am Counter oder Telefon.
Unterrichtsinhalte sind die im Lehrplan vorgegebenen Lernfelder mit den Schwerpunkten regionale Tourismus- und Freizeitstruktur, Kundenberatung, überregionales Marketing, Veranstaltungs- und Projektmanagement. Hinzu kommen kaufmännische Inhalte sowie die allgemein bildenden Fächer wie Englisch und Religion. Dabei wird viel in interessanten und umfangreichen Projekten gearbeitet (einige stellen wir auf diesen Seiten vor).
Die teils erhebliche Entfernung zwischen den Wohnorten der Auszubildenden und der Schule birgt allerdings organisatorische Probleme. Daher ist es ein Anliegen der Auszubildenden, Werbung in den Unternehmen zu betreiben, um für den neuen, zukunftsorientierten Beruf des Kaufmanns/der Kauffrau für Tourismus und Freizeit mehr Ausbildungsplätze zu schaffen (siehe auch Artikel aus der Zeitschrift “Tourismus Aktuell”, Ausgabe Februar 2007).